Heiztechnologien im Überblick: Von fossilen Systemen bis zu erneuerbaren Lösungen in der Region Basel
- Martin Ming

- vor 2 Tagen
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Dieser Beitrag gibt einen umfassenden Einblick in die heute gebräuchlichsten Heizsysteme in der Region Basel. Öl- und Gasheizungen, Wärmepumpen und Holzpellets werden vorgestellt. Vor- und Nachteile jeder Technologie werden dargestellt und Empfehlungen für verschiedene Gebäudetypen gegeben.
Entwicklung der Heizungstechnologien
In der Region Basel haben sich die Heiztechnologien in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Öl- und Gasheizungen waren lange Zeit Standard in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten. Heute gewinnen erneuerbare Heizsysteme zunehmend an Bedeutung. Klimaschutz, steigende Energiepreise und kantonale Vorgaben treiben diesen Wandel. Neubauten werden zunehmend mit Wärmepumpen oder Pelletheizungen ausgestattet. Bei Bestandsbauten kommen hybride Lösungen oder moderne Gasheizungen als Übergang zum Einsatz.

Die Wahl der richtigen Heizung hängt von Effizienz, Kosten, Gebäudealter, Dämmstandard, verfügbarem Platz und individuellen Anforderungen ab. In Basel ist zudem die städtische Infrastruktur und die Verfügbarkeit von Gasanschlüssen ein wichtiger Faktor.
Heizungstechnologien im Überblick
Ölheizung
Pro | Contra |
Hohe Zuverlässigkeit | Hohe CO₂-Emissionen |
Hohe Energiedichte | Schwankende Ölpreise |
Unabhängig vom Gasnetz | Regulatorisch zunehmend eingeschränkt |
Einsatz:
Übergangslösungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, wenn kurzfristig kein anderes System realisierbar ist. Allerdings ist zu beachten, dass seit Januar 2026 für den Einsatz fossiler Brennstoffe Sonderbewilligungen notwendig sind.
Gasheizung
Pro | Contra |
Geringere CO₂-Emissionen als Öl | Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen |
Platzsparend | Preisschwankungen |
Hohe Effizienz | Regulatorische Einschränkungen |
Niedrige Investitionskosten |
Einsatz:
Ein- und Mehrfamilienhäuser in Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Übergangstechnologie mit Option auf Biogas oder hybride Lösungen.
Luft/Wasser-Wärmepumpe
Pro | Contra |
Nutzung erneuerbarer Energie | Effizienz sinkt bei sehr tiefen Temperaturen |
CO₂-arm | Strombedarf steigt im Winter deutlich |
Flexible Installation ohne Erdsonde | Ausseneinheit kann Geräusche verursachen |
Geeignet für Neubauten und Sanierungen |
Fakt:
Selbst bei Temperaturen bis minus 25 Grad kann Wärme aus der Luft gewonnen werden. Der Strombedarf steigt dabei stark.
Einsatz:
Ein- und Mehrfamilienhäuser in Basel und Umgebung, Neubauten und sanierte Bestandsbauten ohne Erdsondenmöglichkeit.

Wärmepumpe mit Erdsonde
Pro | Contra |
Hohe Energieeffizienz | Hohe Investitionskosten |
Stabile Leistung unabhängig von Aussentemperaturen | Bewilligung für Bohrungen erforderlich |
Geringe Betriebskosten | Planung und Umsetzung komplexer |
Einsatz:
Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Industrie in der Region Basel. Besonders geeignet bei hohem Energiebedarf, Neubauten oder energetisch sanierten Bestandsbauten.

Holzpellet-Heizung
Pro | Contra |
CO₂-neutral | Platzbedarf für Lager |
Erneuerbare, regionale Energiequelle | Wartungsaufwand |
Versorgungssicherheit | Pelletpreise schwanken |
Einsatz:
Ein- und Mehrfamilienhäuser im ländlichen Raum von Basel-Landschaft sowie Gewerbegebäude mit Lagerfläche.

Empfehlungen für unterschiedliche Szenarien in der Region Basel
Szenario | Empfohlene Heiztechnologien |
EFH Neubau | Wärmepumpe Erdsonde, Luft/Wasser-Wärmepumpe, Holzpellets, Gasheizung hybrid |
MFH Neubau | Wärmepumpe Erdsonde, Luft/Wasser-Wärmepumpe, Gasheizung Übergang |
EFH Sanierung 30–50 Jahre | Luft/Wasser-Wärmepumpe, Holzpelletheizung, Gasheizung Übergang |
MFH Sanierung 30–50 Jahre | Wärmepumpe Erdsonde, Gasheizung hybrid, Pelletheizung bei Lagerplatz |
Fazit
Die Heizungswahl in der Region Basel hängt von Gebäudealter, Dämmstandard, Platzangebot, Energieversorgung und Zielen ab. Fossile Systeme sind meist nur als Übergang sinnvoll. Erneuerbare Technologien wie Wärmepumpen und Holzpellets sind zunehmend die bessere Wahl.
Unsere Spezialisten in Arlesheim prüfen Gebäude in Basel und Umgebung und entwickeln passende, zukunftsfähige Heizlösungen.



