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So läuft ein Heizungsersatz ab: Von der Ölheizung zur Luft/Wasser-Wärmepumpe

vor 1 Tag
5 Min. Lesezeit

Eine Ölheizung begleitet ein Haus oft über Jahrzehnte. Irgendwann kommt jedoch der Zeitpunkt, an dem der Heizkessel ersetzt werden muss. Für viele Eigentümer stellt sich dann die Frage, wie ein solcher Heizungsersatz eigentlich abläuft und was mit der bestehenden Anlage passiert.


Rauchender Schornstein auf einem Giebeldach

Ein typisches Beispiel: Im Keller eines Einfamilienhauses steht seit vielen Jahren ein Ölkessel. Daneben befinden sich der Öltank, Rohrleitungen und weitere Komponenten der alten Heizungsanlage. Die Eigentümer entscheiden sich, die Ölheizung durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe zu ersetzen. Damit beginnt ein Projekt, das weit über den Austausch des Heizkessels hinausgeht.


Vor dem Heizungsersatz wird das Gebäude analysiert

Bevor die alte Heizung ausgebaut wird, wird die bestehende Situation genau geprüft. Wie hoch ist der bisherige Energieverbrauch? Wie gut ist das Gebäude gedämmt? Welche Heizkörper sind vorhanden? Welche Vorlauftemperaturen werden benötigt? Wie wird das Warmwasser erwärmt? Und reicht die bestehende Wärmeverteilung aus, um das Gebäude künftig effizient mit einer Wärmepumpe zu beheizen?


Reiheneinfamilienhäuser in Basel

Dabei lohnt sich insbesondere ein genauer Blick auf die energetische Qualität der Gebäudehülle. Wir empfehlen, das Gebäude vor einem Heizungsersatz energetisch beurteilen zu lassen. Dazu gehören beispielsweise der Zustand von Fenstern, Dach und Fassade sowie die vorhandene Wärmedämmung. Auch mögliche Massnahmen zur Verbesserung der Gebäudehülle sollten berücksichtigt werden. So lässt sich vermeiden, dass die neue Anlage unnötig gross ausgelegt wird.


Auch die bestehende Wärmeverteilung spielt eine wichtige Rolle. Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient mit vergleichsweise tiefen Vorlauftemperaturen. Eine Fussbodenheizung bietet dafür sehr gute Voraussetzungen: Durch ihre grosse Fläche kann sie die benötigte Wärme bereits bei niedrigen Temperaturen an den Raum abgeben.


Bei einem bestehenden Gebäude muss deshalb aber nicht automatisch eine Fussbodenheizung nachgerüstet werden. Auch Radiatoren können mit einer Wärmepumpe funktionieren, sofern sie bei den erforderlichen tiefen Vorlauftemperaturen genügend Wärme abgeben. Sind sehr hohe Vorlauftemperaturen notwendig, kann die Effizienz der Wärmepumpe sinken. Dann kann es sinnvoll sein, einzelne Heizkörper durch grössere oder für tiefere Vorlauftemperaturen geeignete Modelle zu ersetzen oder die Wärmeverteilung anzupassen.


Auch die Optik der Wärmepumpe gehört zur Planung

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe steht meist sichtbar am Gebäude oder im Garten. Deshalb spielen neben Heizleistung, Effizienz und Schallschutz auch gestalterische Aspekte eine Rolle. Moderne Ausseneinheiten sind heute deutlich zurückhaltender gestaltet und teilweise sehr kompakt.


Ansicht Wärmepumpeneinheit vor einem Einfamilienhaus

Ein besonders gestaltetes Gerät ist dabei nicht automatisch weniger effizient. Entscheidend sind vor allem die technische Auslegung, die benötigte Heizleistung und die Betriebsbedingungen. Bei der Auswahl sollten Design und technische Anforderungen deshalb gemeinsam betrachtet werden.


Noch wichtiger als das Gerät selbst ist häufig sein Standort. Je nach Grundstück kann die Ausseneinheit beispielsweise seitlich am Gebäude, hinter einer Garage oder an einer weniger einsehbaren Stelle im Garten platziert werden. Auch eine Begrünung, ein Zaunelement oder eine passende Einhausung kann dabei helfen, die Wärmepumpe optisch in die Umgebung zu integrieren.


Die Gestaltung darf allerdings die Funktion der Anlage nicht beeinträchtigen. Die Wärmepumpe benötigt ausreichend Luft und muss für Wartungsarbeiten zugänglich bleiben. Auch Schallemissionen und Leitungswege müssen bei der Standortwahl berücksichtigt werden.


Idealerweise wird die Ausseneinheit deshalb bereits bei der Planung des Heizungsersatzes berücksichtigt. So lässt sich die Technik von Anfang an sinnvoll in die Architektur und die Umgebung integrieren.


Bewilligungen, Fördergelder und Koordination frühzeitig klären

Bevor die Arbeiten beginnen, müssen auch die administrativen Punkte geklärt werden. Dazu gehören je nach Projekt die kantonalen Vorgaben, das Melde- oder Bewilligungsverfahren, der Lärmschutznachweis und die Beantragung von Fördergeldern.


Im Kanton Basel-Landschaft sind bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe je nach Situation eine Meldung oder eine Baubewilligung sowie ein Lärmschutznachweis erforderlich. Auch Fördergelder sollten vor Beginn der Arbeiten geprüft und beantragt werden. Das aktuelle Energiepaket Basel-Landschaft unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen den Ersatz einer Öl-, Gas- oder Direkt-Elektroheizung durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe.


alltech unterstützt Eigentümer auch bei diesen administrativen Aufgaben. Dazu gehören je nach Projekt die Abklärung und Begleitung von Bewilligungen, die Unterstützung bei Fördergesuchen sowie die Koordination weiterer beteiligter Handwerker. Denn bei einem Heizungsersatz können neben der Heizungsinstallation beispielsweise Arbeiten an der Elektroinstallation, am Kamin, an baulichen Teilen oder an der Wärmeverteilung erforderlich sein.



Für die Eigentümer bedeutet das: Sie haben für das gesamte Projekt eine zentrale Ansprechstelle und müssen die verschiedenen Arbeiten und Beteiligten nicht selbst koordinieren.


Ölheizung ausbauen und Heizungsraum zurückbauen

Ist die Planung abgeschlossen, wird die alte Anlage ausser Betrieb genommen. Das Heizungswasser wird abgelassen und der Ölkessel samt Brenner, Pumpen, Armaturen und nicht mehr benötigten Leitungen demontiert.


Auch der Öltank gehört zum Rückbau. Je nach Grösse und Ausführung wird er vor Ort zerlegt oder entfernt. Restöl, Heizölschlamm und Kondenswasser werden entfernt und der Tank fachgerecht ausser Betrieb genommen.


Was passiert mit dem restlichen Heizöl?

Im Tank befinden sich beim Heizungsersatz häufig noch einige hundert oder sogar mehrere tausend Liter Heizöl. Dieses muss nicht zwingend entsorgt werden. Je nach Menge, Qualität und Situation kann das Restöl beispielsweise zurückgenommen, in eine andere Liegenschaft transportiert oder anderweitig weiterverwendet werden. Auch eine Rücknahme gegen Vergütung kann möglich sein, wobei die Bedingungen vom jeweiligen Brennstoffhändler und der Qualität des Heizöls abhängen.


Diese Frage sollte deshalb bereits bei der Planung des Heizungsersatzes geklärt werden. Erst wenn der Tank geleert und fachgerecht ausser Betrieb genommen wurde, kann er zurückgebaut und der Raum für eine andere Nutzung vorbereitet werden.


Wo am Morgen noch Kessel und Tank standen, entsteht plötzlich viel freie Fläche.


Was passiert mit dem ehemaligen Heizungsraum?

Der frei gewordene Platz kann beispielsweise als Lagerraum, Werkstatt oder zusätzlicher Kellerraum genutzt werden. Auch eine Nutzung für die Waschküche oder weitere Haustechnik kann je nach baulichen Voraussetzungen möglich sein.


Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Raumhöhe, Leitungsführung, Brandschutz und der geplanten Nutzung ab. Deshalb lohnt es sich, die zukünftige Verwendung des Raums bereits bei der Planung des Heizungsersatzes zu berücksichtigen.


Die neue Luft/Wasser-Wärmepumpe wird installiert

Nun entsteht Schritt für Schritt die neue Heizungsanlage. Im Aussenbereich wird die Wärmepumpeneinheit aufgestellt und mit der Inneneinheit verbunden. Im ehemaligen Heizungsraum entstehen die neue Hydraulik, die Anschlüsse und je nach Anlage der Warmwasserspeicher.


Wärmepumeneinheit vor einem Einfamilienhaus

Hinzu kommen die elektrische Installation, Regelung, Pumpen, Armaturen und weitere Komponenten für den sicheren und effizienten Betrieb.


Auch die bestehende Wärmeverteilung wird angeschlossen und überprüft. Falls einzelne Heizkörper für den Betrieb mit tieferen Vorlauftemperaturen nicht optimal geeignet sind, können diese gezielt ersetzt werden.


Inbetriebnahme und Feineinstellung

Mit der Montage ist der Heizungsersatz noch nicht abgeschlossen. Die Anlage wird befüllt, entlüftet und in Betrieb genommen. Heizkurve, Volumenströme, Warmwasserbereitung und Regelung werden auf das Gebäude abgestimmt.


Das ist besonders wichtig, damit die Wärmepumpe möglichst effizient arbeitet. Ziel ist ein Heizbetrieb mit den tiefstmöglichen Vorlauftemperaturen, die für angenehme Raumtemperaturen erforderlich sind.


Am Ende steht im Keller eine vollständig neue Heizungsanlage. Der alte Ölkessel ist verschwunden, der ehemalige Tankraum kann möglicherweise anders genutzt werden und das Gebäude wird künftig mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe beheizt.


Gruppenbild mit 4 unserer Kleinumbau-Spezialisten in Arlesheim
Einige unserer Kleinumbau-Spezialisten in Arlesheim

Ein Heizungsersatz ist deshalb immer ein Gesamtprojekt. Von der ersten Bestandsaufnahme über die Wahl und Platzierung der Wärmepumpe, den Rückbau der Ölheizung und die mögliche Umnutzung des Heizungsraums bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage müssen viele einzelne Schritte ineinandergreifen. alltech begleitet Eigentümer dabei nicht nur bei der technischen Umsetzung, sondern unterstützt auch bei Bewilligungen, Fördergesuchen und der Koordination weiterer beteiligter Handwerker. So bleibt der Heizungsersatz für die Eigentümer überschaubar und sie haben während des gesamten Projekts eine zentrale Ansprechstelle.

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